Frau S. befand sich bei Aufnahme aufgrund unterschiedlichster Belastungsfaktoren in einer ausgeprägten depressiven Stimmungslage, die sich auch auf die Beziehung zu ihrem kleinen Jungen auswirkte.
Frau S. selbst erhoffte sich von ihrem Aufenthalt in unserem Hause unter Abstand von den täglich auf sie einströmenden Beastungen und mit therapeutischer Hilfe neue Sichtweisen zu entwickeln und neue Kräfte zu sammeln. Außerdem war es ihr ein wichtiges Anliegen, die Beziehung zu ihrem Sohn wieder zu verbessern.
Während des Aufnahmegespräches wurden diese Erwartungen mit Frau S. besprochen und für sie erreichbare Therapieziele vereinbart. Darauf ausgerichtet stellten wir die Besprechung der psychosozialen Situation zuhause, die Verbesserung der Mutter-Kind-Beziehung sowie die Regeneration und Stärkung des Bewegungsapparates in das Zentrum des therapeutischen Geschehens.
Frau S. erhielt einen Therapieplan, der psychosoziale Einzel- und Gruppengespräche, die Teilnahme am Marte Meo Basiskurs, eine Interaktionsanalyse durch die Marte Meo Therapeutin sowie sportliche Aktivitäten, Massagen und Entspannungsmaßnahmen enthielt. Klassische Interaktionsangebote mit dem Sohn, wie gemeinsame Spiele in der Zirkuswelt und gemeinsame Bastelvorbereitung für die Vorstellung des Circus Bromimeo rundeten das therapeutische Angebot ab.
Die Patientin hatte am Anfang große Mühe sich auf die für sie neue Situation einzulassen. Eine Feinabstimmung des Therapieplanes zusammen mit dem behandelnden Arzt und der behandelnden Psychologin waren dazu notwendig und hilfreich. Das Knüpfen sozialer Kontakte unter den Mitpatientinnen wirkte sich ebenfalls positiv auf die Patientin aus.
Im weiteren Verlauf und nach der Überwindung der Anfangsschwierigkeiten gelang es der Patientin rasch, sich auf das vielseitige Therapieprogramm einzulassen und sich hochmotiviert an allen Angeboten zu beteiligen, was letztlich zum Erreichen der gesteckten Ziele und damit zu einem positiven Rehabilitationserfolg führte.
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