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Marte Meo Tage in der Fachklinik Bromerhof

vom 16. bis zum 18. November 2007 fanden in der Fachklinik Bromerhof die ersten Marte Meo Tage statt. Ziel war es, Müttern und Vätern das Konzept von Marte Meo näher zu bringen.

Und damit die Informationsveranstaltung nicht zu theoretisch wurde, sondern – ganz der Idee von Marte Meo entsprechend – praxisnah war und Spaß machte, gab es neben Vorträgen vor allem Workshops und Diskussionsrunden.

Zum Auftakt des Workshops stellte das Improvisationstheater „Ratz Fatz“ aus Münster seine Sichtweise des Klinikalltags im Bromerhof dar und sorgte für gute Stimmung und ein Kennenlernen in lockerer Atmosphäre.

Nach der Welt des Theaters konnten die Teilnehmer am nächsten Tag in die Welt des Kindes eintauchen. Heike Bösche, lizenzierte Marte Meo-Supervisorin aus Lohmar, erläuterte, wie Eltern, die sich in die Kinderwelt hineinversetzen, die Entwicklung ihrer Kinder besser unterstützen können.

Dr. Hartmut Hägele, Ärztlicher Direktor des Bromerhofs, gab in seinem Vortrag „In gutem Kontakt sein – Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kindern“ einen Einblick, wie sich die Eltern-Kind-Beziehung mit dem Marte Meo-Prinzip verbessern lässt. Dr. Hägele zeigte dabei anhand von Videoszenen ganz praxisnah, wie Marte Meo dabei vorgeht.

Am Nachmittag hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops zu speziellen Marte Meo-Themen teilzunehmen. Hier bot sich die Gelegenheit, in einer kleineren Gruppe praktische Dinge zu erlernen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Workshop 1: „Versteh mich doch!“ – Sprachentwicklung und Sprachunterstützung“ hieß der von Dr. Hägele geleitete Workshop. Das Tempo, mit dem ein Kind sprechen lernt, ist individuell und von vielen Faktoren abhängig. Viele Eltern sind unsicher, wie sie ihre Kinder bei der Sprachentwicklung unterstützen und fördern können. So war eine häufig gestellte Frage, ob man sein Kind korrigieren sollte oder es besser ist, ein falsches Wort im nächsten Satz korrekt auszusprechen.

Workshop 2: Heike Bösche ging in ihrem Workshop „ADS/ADHS: besondere Entwicklung – besondere Förderung“ besonders auf Kinder mit ADS/ADHS ein. Oftmals fällt es betroffenen Eltern schwer, ihre hyperaktiven Kinder zu verstehen, da sich diese in ihren Augen unverständlich und unlogisch verhalten. Marte Meo eröffnet Familien hier einen Weg, mit positiven Erlebnissen die Bindungen innerhalb der Familie zu stärken.

Workshop 3: Schon seit 10 Jahren ist die Fachklinik Bromerhof eine Anlaufstelle für Familien mit Frühgeborenen. Der Neonatologe Dr. Pohlmann stieß in seinem Workshop „Frühchen: kleines Wesen – große Herausforderung“ auf großes Interesse bei den Frühchen-Eltern, die sich in der Klinik aufhielten und beantwortete viele Fragen.

Workshop 4: Spielen ist wichtig und eine gute Gelegenheit für Eltern, mit ihren Kindern in Kontakt zu kommen. Welche Spiele hierfür besonders geeignet sind, erklärte die Leiterin des Kinderlandes, Doris Strebel, in ihrem Workshop „Spielend spielen“.

Der krönende Abschluss war die Aufführung des Musicals „König der Löwen“, das die Kinder unter der Leitung der Erzieherinnen zusammen mit behinderten Menschen einer Nachbarklinik einstudiert hatten. Die Gesichter der stolzen Eltern und die glänzenden Augen der Kinder zeigten, dass dieser Abschluss ganz im Sinne von Marte Meo war: Ein positives gemeinsames Erlebnis, welches die Bindung von Eltern und Kindern weiter gestärkt hat.

 

 

 

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Die Kinder werden während einer Vater-Kind-Kur in der Fachklinik Bromerhof betreut

 

 

 

 

Familie bei einer Mutter-Kind-Kur in der Fachklinik Bromerhof