... machen stark für schwierige Zeiten
Spiel: Beschäftigung zur Unterhaltung, zum Zeitvertreib: Tätigkeit ohne besonderen Sinn, ohne größere Anstrengung.
So zu lesen im Bedeutungswörterbuch Duden.
Spielen ist noch viel mehr: Völlig unbelastet und vom Kind meist unbemerkt wird beim Spielen die Entwicklung unterstützt. So lernen Kinder ganz nebenbei wichtige Fähigkeiten und bereiten sich auf die Anforderungen als Erwachsene vor. Kinder spielen, weil es Spaß macht, aber ganz unbemerkt werden beim Hüpfekästchen, Butzemann oder Verstecken die Konzentration trainiert, die Fähigkeit zur sozialen Kooperation erlernt und die Selbstwirksamkeit positiv gefestigt. Darüber hinaus werden Gleichgewicht, Motorik und Sprache geschult. Das Kind kann sich durch Spielen mit der Umwelt vertraut machen. Spiel bietet Möglichkeiten zum Forschen, Experimentieren. Es regt die Fantasie an und bietet unzählige Möglichkeiten, sich auszuprobieren und sich selber, aber auch andere kennenzulernen.
Das Spiel mit einem oder mehreren Partnern bietet frühzeitig Möglichkeiten zum Trainieren sozialer Fähigkeiten.Wie wir alle wissen, ist dies eine wichtige Eigenschaft für das ganze Leben, sei es im Umgang mit Kindergartenfreunden, später in der Schule und nicht zuletzt im Arbeitsleben.
Spielen bietet zudem die beste Möglichkeit für Eltern und Kinder, eine unbeschwerte Zeit zu verbringen und ihre Verbindung zueinander zu vertiefen. Sei es bei einem Gesellschaftsspiel, beim Toben auf der Wiese, beim Bauen mit Lego, Bausteinen oder Playmobil oder beim fantasievollen Herumtollen auf dem Abenteuerspielplatz.
Eltern, aber auch das pädagogische und medizinische Fachpersonal erfahren dabei sehr viel über die Welt des Kindes – über seine WIRKLICHEN Neigungen und Vorlieben. Das pädagogische Fachpersonal erhält durch geschultes Beobachten (Marte-Meo-Interaktionsanalyse) Informationen über den tatsächlichen Entwicklungsstand und die benötigte Entwicklungsunterstützung der Kinder und ihrer Familien. Für familiäre Beratungssituationen ist dies von unschätzbarem Wert.
Den Eltern bietet das gemeinsame Spiel mit ihren Kindern eine entspannte und zugleich beziehungsfestigende Zeit. Dies wirkt bei den häufig therapie(über)belasteten Familien sehr entspannend. „Eines unserer wichtigen Therapieziele während einer Mutter-Kind-Maßnahme ist es, die Mutter/Vater-Kind-Interaktion zu stärken“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Hägele. „Wir bieten daher unseren Familien während ihres Aufenthaltes im Bromerhof genügend Raum für gemeinsames Spielen und Erleben.“
In der heutigen von Soft- und Hardware gesteuerten Welt hat das gemeinsame Spiel bedauerlicherweise an Bedeutung verloren. Umso mehr machen wir auf seine Bedeutung zur Entwicklungsunterstützung aufmerksam. Spielen ist ein wichtiger Baustein unseres Therapiekonzeptes. Es gilt, Väter und Mütter in die Welt und Chancen des Spieles einzuweihen und diese Möglichkeit voll auszuschöpfen, therapeutisch wie auch spielerisch! „Ist der Mensch frei, spielt er!“
Heike Bösche
Marte Meo Licensed Supervisor
Weitere News:
mehr >>


