Hatten Sie vor Ihrem Aufenthalt im Bromerhof schon von Marte Meo gehört?
Marion Schreyn: Nein. Und ich war auch am Anfang sehr skeptisch und konnte mir nur wenig darunter vorstellen.
Und jetzt nach der 3wöchigen Mutter-Kind-Maßnahme...?
Marion Schreyn: … bin ich begeisterte Anhängerin. In unserer Familie gab es ständig Streit zwischen meinen beiden Kindern. Ich war da echt ein Stück hilflos und auch ziemlich genervt. Natürlich habe ich immer wieder versucht, zu schlichten. Meistens hat das nicht funktioniert oder nur für kurze Zeit.
Konnte Ihnen Marte Meo weiterhelfen?
Marion Schreyn: Ja, wir haben dann eine Marte Meo-Videoanalyse gemacht. Und es ist schon merkwürdig, wie anders man eine Situation erlebt, wenn man diese von außen betrachtet. Ohne dass mir irgendwer etwas sagen musste, habe ich gesehen, dass ich eigentlich direkt geschimpft habe ohne zu sehen, was das Problem der beiden war. Gemeinsam mit meinem Therapeuten habe ich dann besprochen, wie ich mich in der Situation anders verhalten kann. Ich habe dann angefangen, meine Ältere in ihrer Rolle als Vernünftigere und Reifere zu stärken und zu schauen, was meine Kleine braucht. Ich hab mich auch mehr zurückgenommen und die beiden selbst eine Lösung finden lassen.
Und wurde das Verhältnis besser?
Marion Schreyn: Die beiden streiten natürlich immer noch oft, aber mittlerweile vertragen sie sich auch wieder recht schnell – ohne dass ich eingreifen muss. Am schönsten war für mich zu sehen, wie sich beide bei der Theateraufführung am Marte Meo-Wochenende gegenseitig geholfen haben. Das hat mir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
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